Was ist der BSI-Portal Warn- und Informationsdienst?
Autor: Luca Cremer | 8. Januar 2026
Der BSI Warn- und Informationsdienst warnt Behörden frühzeitig vor Schwachstellen und Cyberangriffen, um Risiken schnell zu erkennen und abzuwehren. Diese Informationen werden über das BSI-Portal sowie sicherheitsrelevante Plattformen der Verwaltung verbreitet.
Was ist das BSI?
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist Deutschlands zentrale Cyber-Sicherheitsbehörde. Es schützt Staat, Wirtschaft und Bürger vor digitalen Bedrohungen, bewertet IT-Risiken und gibt Sicherheitswarnungen sowie Handlungsempfehlungen heraus.
Unsere IT-Security-Spezialisten unterstützen Sie bei der Konzeption und Umsetzung von umfassenden IT-Security-Konzepten.
Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört es, Informationen über neue Schwachstellen schnell an die Stellen weiterzugeben, die sie benötigen. Das BSI richtet sich insbesondere an staatliche Institutionen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen, die für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen verantwortlich sind.
Dazu gehören unter anderem Ministerien, Kommunen, Energieversorger und Gesundheitsdienste. Aber auch die breite Öffentlichkeit profitiert vom Engagement des BSI. Durch gezielte Unterstützung ermöglicht es diesen Akteuren, ihre IT-Sicherheitsstrategien zu verbessern, Risiken frühzeitig zu erkennen und sich gegen Cyberangriffe abzusichern.
Aufgaben des BSI
Um diesem Auftrag gerecht zu werden, übernimmt das BSI eine Reihe zentraler Funktionen, die weit über die reine Warnung vor aktuellen Risiken hinausgehen. Das BSI erfüllt eine zentrale Rolle in der Cybersicherheit, indem es über die reine Risiko-Warnung hinaus auch Sicherheitsstandards entwickelt und kritische Infrastrukturen schützt.
Die Hauptaufgaben sind:
- Frühwarnung und Analyse von IT-Bedrohungen
- Entwicklung von Sicherheitsstandards
- Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS)
- Prüfung und Zertifizierung von IT-Produkten
- Forschung und Beratung
Was macht der Warn- und Informationsdienst (WID)?
Der Warn- und Informationsdienst (WID) ist das zentrale Veröffentlichungsportal von CERT-Bund. Hier erscheinen technische Warnungen, Hinweise zu neuen Schwachstellen und Meldungen zu aktuellen Bedrohungen für IT-Systeme. Diese Informationen helfen dabei, Risiken schnell zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen einzuleiten. Die Inhalte sind kompakt, technisch fundiert und tagesaktuell.

So arbeitet der Warn- und Informationsdienst (WID)
Der Warn- und Informationsdienst (WID) von CERT-Bund fungiert als Frühwarnsystem für staatliche Stellen. Er veröffentlicht zwei Hauptarten von Meldungen:
- Kurzinfos: kurze, schnelle Updates zu Schwachstellen
- Advisories: ausführliche technische Analysen
Die Hinweise enthalten oft Risikobewertungen („hoch“, „kritisch“, „mittel“, „niedrig“) und sind ein wichtiges Werkzeug für Behörden, um IT-Systeme zu schützen. Sie werden genutzt für Patch-Management, Konfigurationsprüfungen, interne Sicherheitsmeldungen und die schnelle Reaktion auf aktive Cyberangriffe.
Die Warnhinweise werden auf der Website in folgender Form angezeigt:
Rolle von CERT-Bund
Innerhalb des BSI arbeitet CERT-Bund, das Computer Emergency Response Team der Bundesverwaltung. Die Experten dort beobachten zunächst die internationale IT-Sicherheitslage und analysieren anschließend neue Sicherheitslücken. Außerdem verfolgen sie laufende Cyberangriffe und unterstützen Behörden darüber hinaus bei der Abwehr von Bedrohungen. Damit diese Informationen nicht im Hintergrund bleiben, werden sie über einen speziellen Dienst veröffentlicht.
Fazit
Der BSI-Portal Warn- und Informationsdienst ist eine entscheidende Ressource für die Cybersicherheit staatlicher IT-Systeme. Durch schnelle, präzise Warnungen zu Schwachstellen und Cyberangriffen ermöglicht er es Behörden, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt abzuwehren. In enger Zusammenarbeit mit CERT-Bund sowie den Experten des BSI trägt der Dienst daher nicht nur maßgeblich dazu bei, kritische Infrastrukturen zu schützen, sondern unterstützt darüber hinaus auch dabei, die digitale Sicherheit in Deutschland langfristig und nachhaltig aufrechtzuerhalten.






