Tobias Harmes
 - 16. November 2018

Bei uns sorgt die Marketing-Abteilung für Innovation | Tobias Harmes

"Never change a running system" war auch jahrelang meine Devise – bis ich neulich ein interessantes Interview gehört habe. Es geht um nichts weniger als die Bankrott-Erklärung der IT beim Thema Innovation.

 

 




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Als Mitarbeiter der IT war jahrelang ein quasi verdeckter Eintrag in der Stellenbeschreibung auch, die neueste Technologie in das Unternehmen reinzutragen. Innovation aus der IT. So jedenfalls war es Anfang der 2000er, wo noch nicht jeder Zugriff auf Google hatte. Für mich war das eigentlich auch immer noch die Wahrheit. Denn IT ist doch das, was das Unternehmen am Laufen hält und den Wettbewerb auf Abstand.

Bis ich neulich den Podcast von t3n mit dem Titel „Warum Firmen-IT so schlecht ist“ gehört habe. Darin beschreibt Olaf Kapinski seine Erfahrungen aus mehr als 17 Jahren IT-Leitung. Und einem Problem, das mir immer wieder im Bereich Security entgegenschlägt: Dass die IT in Wirklichkeit die größte Bremse der Innovation ist.

Aber nicht, weil ITler Innovation doof finden. (Hallo, es hat ja wohl jeder von uns Cloud-Services zu Hause, GoogleMail und DropBox senden ihre Grüße). Sondern weil die Haupt-KPI, der Haupt-Messpunkt seit Jahrzehnten nur eins ist: „Verfügbarkeit. Verfügbarkeit. Verfügbarkeit.“

Totale Fixierung auf Verfügbarkeit und gleichzeitig der Anspruch auf Innovation – das passt ungefähr so harmonisch zusammen, wie Tempo 200 fahren und den Rückwärtsgang einlegen. Und deshalb wird jede Anfrage aus dem Fachbereich mit einem genervten „Die mal wieder mit der Cloud“ quittiert. Dahinter steckt aber nicht Faulheit, sondern der durchaus erfolgreiche Erfahrungswert: „Never change a running system.“

So stehen sich Fachbereich und IT als verhärtete Fronten gegenüber, die selbst geschaffen worden sind… und der Geschäftsführer hinter vorgehaltener Hand gibt zu: „Bei uns sorgt die Marketing-Abteilung für Innovation“. Frei nach dem Motto: Die machen ja sowieso die ganze Zeit Instagram, Facebook und so. Da fällt das bisschen Office 365 und Salesforce Marketing Cloud nicht auf.

Die IT-Infrastruktur von Unternehmen ändert sich schon seit mehreren Jahren radikal. Die Grenzen von On-Premise und Cloud verschwinden. Das Thema Security-by-design und Security-by-Default war bisher sinnvoll – mit der Neuordnung der EU-DSGVO steht es jetzt sogar im Gesetz.

Hier wäre mal eine Gelegenheit innovativ voranzugehen und nicht nur gerade so hoch zu springen, wie der Prüfer die Latte legt. Es geht nämlich auch anders. In meiner Nachlese vom DSAG Kongress 2018 berichte ich über die Rehau AG. Dort hat man ein IDM-System aufgesetzt, bei dem die Anwender ohne große Schulung Berechtigungen im Self-Service anfordern können. Es wird im System dann auch provisioniert – über moderne Nutzeroberflächen.

Hier muss sich die IT ganz sicher nicht verstecken.

Manchmal muss es auch einen Impuls von außen geben – so etwas bieten wir an. In meinen Strategieworkshop für SAP Berechtigungen gehe ich zwei Tage lang bei Ihnen vor Ort auf Ihre Ausgangslage ein. Dort gebe ich Empfehlungen, was Sie tun können, um Sicherheit und Innovation zu verbinden. Wenn Sie das interessiert, melden Sie sich gerne bei mir.

Was denken Sie darüber?

Mit freundlichen Grüßen,

Tobias Harmes

PS: Wenn Sie Fragen haben: Sie können mich für eine Expert Session buchen: https://rz10.de/online-beratung-tobias-harmes/

Tobias Harmes

Mein Name ist Tobias Harmes und ich bin SAP Basis & Security Experte, Speaker und Herausgeber von RZ10.de. Ich helfe anderen dabei, Unternehmensdaten und Geschäftsprozesse in SAP wirksam abzusichern.

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