Tobias Harmes
 - 6. November 2018

Topf sucht Deckel – Connect 2018 – SAP Partner Summit in Düsseldorf

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Die SAP Connect ist die größte Partnerveranstaltung der SAP und sie gastierte diesmal am 06.-07.11.2018 in Düsseldorf. Eine gute Gelegenheit sein Netzwerk zu pflegen und der SAP abseits von Marketing-Folien in die Karten zu gucken. Beteuert doch die SAP, dass die SAP ohne Partner-Ökosystem wie ein Topf ohne Deckel ist.

 

 



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„Die SAP“ ist sowieso nicht korrekt – die Vorträge, die ich gesehen habe, waren sorgfältig vorbereitet, persönlich und interessant. Die BPM-Rate (Buzzwords per Minute) war naturgemäß relativ hoch – in einem Vortrag wurde das sogar augenzwinkernd als Input für den Prozess in die Folien geschrieben. Nun, sobald es um Cloud und Plattformen geht, ist das wohl so.

connect_2018_2Auch wenn es vielleicht noch der eine oder andere hofft: die Cloud Plattform ist keine Grippe, die wieder weg geht. Die Richtung geht weiter in die Cloud, insbesondere in die HANA Cloud Plattform. Rouven Morato meinte in der Keynote: Der Umsatz aus den Cloud-Produkten der SAP übersteigt 2018 erstmals den der On-Premise-Lizenzen. Läuft bei euch!

Die SAP möchte als Integrationsplattform agieren. Egal wo ich Cloud-Services anmiete (AWS, Microsoft,…), egal was ich verwende (ja, sogar SalesForce) – ich kann es mit SAP integrieren. Vorzugsweise natürlich mit dem S/4HANA Digital Core. Oder C/4HANA. Hier sieht Hartmut Thomsen in der Keynote ein sehr großes Thema für SAP – und den festen Willen diesen Markt nicht Salesforce & Co. zu überlassen. Ob das CRM-Geschäft das ERP-Geschäft 2019 wirklich überholen wird – ich bin gespannt.

Ein sehr großes Thema war die Einstiegshürden für die SAP Cloud Plattform. Mehre Sessions haben aktiv Feedback eingefordert. Hier kam hoch: die SAP Cloud Platform-Trial ist zu limitiert, ein ernsthaftes Setup mit Backend-ERP für mittelständische Softwareentwickler zu teuer bzw. aktuell kaum lohnend. Gute Ideen wie Per-per-Use-Modelle sind noch nicht großflächig ausgerollt. Und andere Anbieter wie zum Beispiel die IBM bieten hier günstigere Möglichkeiten während der Entwicklungsphase. Hier will die SAP nachbessern und bietet schon jetzt verbesserte Einstiegspakete zumindest für den Cloud Platform-Teil für Partner an. Dann dürfte sich der App-Store von SAP auch füllen.

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Beim Umgang mit Massendaten für meine Plattform, der Integration von IoT-Devices, der Nutzung von Industrieanlagen, die an den Kunden Twittern (Function as a service) – da suche ich dann schon mal nach dem Thema Datenschutz und Security. Ja, ich weiß. Hashtag #GermanAngst. Return of the Spielverderber. Virtual Forge war hier der einzige Name, der hier die Flagge der Security sichtbar hochgehalten hat. Wenn die Einführung der Cloud-Lösung vorbei ist und die ersten Z-Applikationen aus der Cloud Plattform in SuccessFactors und andere Apps integriert werden. Mal gucken, wer dann das passende Security-Konzept aus der Tasche ziehen muss. In der PFCG geht das jedenfalls nicht.

Doch so pessimistisch will ich gar nicht schließen. Passend zur Strategie: die App zur Veranstaltung war wirklich prima und sehr hilfreich. Und letztendlich ging es ja auch darum, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auf analoger Ebene funktioniert die Integration also schon mal.

Tobias Harmes

Mein Name ist Tobias Harmes und ich bin Senior Architect für SAP Basis & Security bei der mindsquare GmbH sowie Chefredakteur von RZ10.de. Als Berater und Dozent helfe ich anderen dabei, Unternehmensdaten und Geschäftsprozesse in SAP wirksam abzusichern.

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