Mit SAP Joule bringt SAP generative KI direkt in den Arbeitsalltag. Der KI-Assistent beantwortet Fragen, automatisiert Aufgaben und entwickelt sich zur Agentic Platform für intelligente Geschäftsprozesse. Erfahren Sie, welche Funktionen SAP Joule bietet und wie Unternehmen davon profitieren können.
SAP Joule im Überblick
SAP Joule ist der generative KI-Assistent von SAP und soll Anwender dabei unterstützen, Informationen schneller zu finden, Aufgaben effizienter zu erledigen und Geschäftsprozesse intuitiver zu steuern. Statt komplexe Transaktionen oder Menüs zu durchsuchen, können Nutzer ihre Anfragen in natürlicher Sprache formulieren und erhalten kontextbezogene Antworten oder direkt ausführbare Handlungsvorschläge.
Seit seiner Einführung im Jahr 2023 hat SAP den Funktionsumfang von Joule kontinuierlich erweitert. Heute unterstützt der KI-Assistent nicht nur bei alltäglichen Aufgaben, sondern bildet auch die Grundlage für autonome KI-Agenten.
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Die Entwicklung von SAP Joule: Vom KI-Assistenten zur Agentic Platform (2023–2026)
SAP stellte Joule erstmals im Jahr 2023 als generativen KI-Assistenten für das SAP-Portfolio vor. Die erste Version konzentrierte sich darauf, Anwender bei alltäglichen Aufgaben zu unterstützen. Dazu gehörten unter anderem das Zusammenfassen von Informationen, das Erstellen von Texten sowie das Beantworten von Fragen zu Daten aus SAP-Systemen.
Bereits kurze Zeit später wurde der Funktionsumfang erweitert. Joule erhielt Zugriff auf mehr SAP-Anwendungen und konnte Informationen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen miteinander verknüpfen. Dadurch entstanden fundiertere Analysen und kontextbezogene Antworten über Systemgrenzen hinweg.
Mit den Ankündigungen auf der SAP Sapphire 2026 verfolgt SAP nun den nächsten Entwicklungsschritt: die sogenannte Agentic Platform. Dabei handelt es sich um ein Konzept, bei dem KI-Agenten nicht mehr ausschließlich auf Anfragen reagieren, sondern Aufgaben eigenständig planen, koordinieren und ausführen können soll.
Diese KI-Agenten arbeiten auf Basis definierter Unternehmensregeln und Geschäftsprozesse. Sie können Informationen aus mehreren SAP-Systemen zusammenführen, Arbeitsschritte vorbereiten oder Routineaufgaben automatisiert übernehmen. Kritische Entscheidungen verbleiben dabei weiterhin beim Menschen, während die KI unterstützende Tätigkeiten eigenständig ausführen soll.
SAP Joule Architektur: Joule Studio, Agents, Skills und SAP AI Core
Die Architektur von SAP Joule besteht aus mehreren Komponenten, die gemeinsam die Grundlage für generative KI und autonome Geschäftsprozesse bilden.
Joule Studio
Mit Joule Studio können Unternehmen eigene Erweiterungen für den KI-Assistenten entwickeln. Fachbereiche oder Entwickler definieren dort individuelle Anwendungsfälle, erstellen eigene Prompts oder integrieren unternehmensspezifische Datenquellen. So lässt sich Joule flexibel an bestehende Prozesse anpassen, ohne den SAP-Standard zu verändern.
Joule Agents
Die Joule Agents bilden den Kern der zukünftigen Agentic Platform. Sie übernehmen eigenständig definierte Aufgaben und koordinieren einzelne Prozessschritte. Mehrere Agenten können dabei zusammenarbeiten und unterschiedliche Rollen innerhalb eines Geschäftsprozesses übernehmen. Dadurch können wiederkehrende Abläufe weitgehend automatisiert werden.
Joule Skills
Joule Skills stellen einzelne Fähigkeiten des KI-Assistenten bereit. Dazu gehören beispielsweise das Analysieren von Daten, das Erstellen von Zusammenfassungen, das Generieren von Texten oder das Ausführen bestimmter SAP-Funktionen. Unternehmen können diese Skills flexibel kombinieren und gezielt für individuelle Anwendungsfälle einsetzen.
SAP AI Core
Im Hintergrund arbeitet der SAP AI Core als zentrale Plattform für den Betrieb von KI-Modellen. Er verwaltet verschiedene Modelle, steuert deren Ausführung und sorgt für eine sichere Integration in bestehende SAP-Landschaften. Gleichzeitig ermöglicht SAP AI Core den Einsatz eigener KI-Modelle oder externer Large Language Models innerhalb einer kontrollierten Infrastruktur.
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SAP Joule Funktionen: So unterstützt die KI Geschäftsprozesse
SAP Joule entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Arbeitsoberfläche für SAP-Anwendungen und unterstützt Anwender in zahlreichen Geschäftsbereichen.
Rollenbasierte Assistenten
Joule berücksichtigt die jeweilige Rolle eines Anwenders und liefert passende Informationen für dessen Aufgabenbereich. Ein Einkäufer erhält beispielsweise Unterstützung bei Bestellungen und Lieferanteninformationen, während Personalverantwortliche Fragen zu Mitarbeitenden oder HR-Prozessen stellen können. Dadurch werden Suchaufwände reduziert und Entscheidungen beschleunigt.
Deep Research
Mit der Funktion Deep Research analysiert Joule Informationen aus unterschiedlichen SAP-Anwendungen und bereitet diese strukturiert auf. Anwender erhalten umfassende Analysen, Zusammenfassungen und konkrete Handlungsempfehlungen, wodurch sich auch komplexe Zusammenhänge schneller erschließen lassen.
Prozessautomatisierung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung wiederkehrender Geschäftsprozesse. Joule kann Aufgaben vorbereiten, Daten zusammenführen oder Prozessschritte selbstständig ausführen. Zukünftig übernehmen KI-Agenten komplette Teilprozesse und arbeiten dabei mit verschiedenen SAP-Anwendungen zusammen. Dadurch sinkt der manuelle Aufwand erheblich und Mitarbeitende können sich stärker auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren.
SAP Joule Sicherheit: Datenschutz, Governance und Berechtigungen
Da SAP Joule direkten Zugriff auf Unternehmensdaten hat, spielen Sicherheit und Governance eine zentrale Rolle.
SAP setzt auf rollenbasierte Berechtigungskonzepte, sodass Anwender ausschließlich auf Informationen zugreifen können, für die sie bereits entsprechende Berechtigungen besitzen. Joule erweitert somit keine bestehenden Zugriffsrechte, sondern nutzt ausschließlich die vorhandenen Berechtigungsstrukturen.
Darüber hinaus werden Datenschutz- und Compliance-Anforderungen berücksichtigt. Unternehmen behalten die Kontrolle darüber, welche Daten verarbeitet werden und welche KI-Modelle eingesetzt werden dürfen. Durch den SAP AI Core lassen sich verschiedene Modelle zentral verwalten und überwachen.
Für den produktiven Einsatz stellt SAP umfassende Governance-Funktionen bereit. Dazu gehören unter anderem die Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen, die Verwaltung von KI-Modellen sowie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Dadurch lässt sich generative KI auch in sicherheitskritischen Unternehmensbereichen kontrolliert einsetzen.
SAP Joule Integration: So arbeitet die KI mit SAP S/4HANA, SuccessFactors und BTP zusammen
Ein wesentlicher Vorteil von SAP Joule liegt in seiner tiefen Integration in das gesamte SAP-Ökosystem.
In SAP S/4HANA unterstützt Joule unter anderem Finanzprozesse, Beschaffung, Produktion und Vertrieb. Anwender können Informationen schneller abrufen, Analysen erstellen oder Prozessschritte direkt per natürlicher Sprache ausführen.
In SAP SuccessFactors erleichtert Joule sowohl Mitarbeitenden als auch Personalverantwortlichen den Arbeitsalltag. Der KI-Assistent beantwortet Fragen zu HR-Prozessen, unterstützt das Recruiting und erstellt Zusammenfassungen für Personalgespräche oder die Mitarbeiterentwicklung.
Auch auf der SAP Business Technology Platform (SAP BTP) spielt Joule eine zentrale Rolle. Unternehmen können dort eigene KI-Anwendungen entwickeln, individuelle Joule Skills erstellen und den KI-Assistenten in bestehende Erweiterungen integrieren. Dadurch lässt sich SAP Joule flexibel an unternehmensspezifische Anforderungen anpassen und in bestehende Geschäftsprozesse einbinden.

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Fazit: Warum SAP Joule die Zukunft intelligenter SAP-Prozesse ist
SAP Joule verbindet generative KI mit den Geschäftsprozessen der SAP-Landschaft und schafft so einen zentralen Zugang zu Informationen, Analysen und Automatisierungen. Dank der engen Integration in Lösungen wie SAP S/4HANA, SuccessFactors und SAP BTP können Unternehmen Abläufe effizienter gestalten, manuelle Tätigkeiten reduzieren und fundiertere Entscheidungen treffen.
Mit der Weiterentwicklung zur Agentic Platform geht SAP noch einen Schritt weiter: Künftig übernehmen autonome KI-Agenten zunehmend komplexe Aufgaben und koordinieren Geschäftsprozesse weitgehend eigenständig. Unternehmen profitieren dadurch nicht nur von höherer Effizienz, sondern schaffen gleichzeitig die Grundlage für eine zukunftsfähige, KI-gestützte Prozesslandschaft.
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