Die Konfiguration und Aktivierung des SAP Security Audit Log ist immer dann sinnvoll, wenn Benutzer mit weitreichenden SAP Berechtigungen überwacht werden müssen. Nationale und internationale rechtliche Vorgaben sowie interne Sicherheitsrichtlinien machen eine solche Überwachung häufig erforderlich. In dem folgenden Blog-Beitrag werde ich Ihnen Schritt für Schritt erläutern, wie sich das SAP Standardwerkzeug, das Security Audit Log konfigurieren und aktivieren lässt.

Einrichtung der erforderlichen Profilparameter

Hinweis: Ab NetWeaver 7.4 können Sie die Parameter direkt in der SM19 pflegen. In diesem Fall benötigen Sie die hier beschriebenen Profilparameter nicht mehr und sollten sie aus dem Profil entfernen. Siehe dafür auch Hinweis 539404 – FAQ: Antworten auf Fragen zum Sec. Auditlog

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Hinweis 2: Ab NetWeaver 7.50 geht es sogar noch einfacher: mit RSAU_CONFIG, siehe hier: Update – Neue Transaktionen fürs Security Audit Log

Transaktion: RZ10

Schritt 1: Zunächst müssen verschiedene Profilparameter (siehe Tabelle 1) über die Transaktion RZ10 gepflegt werden. Wählen Sie dazu das Profil aus, in welchem Sie die Parameter für das Security Audit Log pflegen möchten. Selektieren Sie anschließend die Option “Erweiterte Pflege” und klicken Sie dann auf die Schaltfläche “Ändern”.

Abbildung 1: Bearbeitung der Profilparameter in der Transaktion RZ10

Abbildung 1: Bearbeitung der Profilparameter in der Transaktion RZ10

RZ10 als Dienstleister: SAP Security 

Als spezialisierter Dienstleister für SAP Security unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre SAP-Systeme ganzheitlich abzusichern, Risiken zu identifizieren und geeignete Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Dabei begleiten wir Sie von der strategischen Beratung über die Konzeption bis hin zur technischen Implementierung und dem laufenden Betrieb. 

Wie so eine Zusammenarbeit konkret abläuft, zeigt unser Kundenprojekt mit BADER Leather. Hier lesen: Ganzheitliche Security Roadmap für BADER Leather

Die nachfolgende Tabelle stellt die für den Einsatz des SAP Security Audit Log empfohlenen Profilparameter vor. Den Parameter „rsau/enable“ müssen Sie zwingend auf den Wert 1 setzen. Nur so aktiviert das System das SAP Security Audit Log nach einem Neustart der SAP-Instanz.

Profilparameter Beschreibung Empfehlung
rsau/enable Aktivierung des Security Audit Log. Wert: “1”
rsau/local/file Ablageverzeichnis der Audit-Daten. Gewünschtes Verzeichnis eintragen.
rsau/selection_slots Anzahl der möglichen Filter im Security Audit Log. Wert “10”

 Limits:

  • ab Release 4.6a “10”
  • ab SAP_BASIS 7.40 SP 08 “15”(Hinweis 2285879 erforderlich)
  • ab SAP_BASIS 7.50 SP02 “90” Filter (FAQ-Hinweis 2191612 beachten)
rsau/user_selection Definition der Art der Kernel-Funktion zur Benutzerauswahl.Ist dieser Parameter nicht gepflegt, können nur statische Filter verwendet werden. Der Wert “1” ermöglicht die Verwendung von Wildcard-Filtern. Sie können so z.B. einen Filter für “Benutzer_*” definieren, welcher sowohl den Benutzer_A als auch den Benutzer_B überwacht. Wert: “1”
rsau/max_diskspace/local Maximale Größe der Audit-Dateien.Sobald die Dateigröße der Audit-Datei die festgelegte maximale Dateigröße erreicht hat, wird die Protokollierung gestoppt. Wert: “35M” (35 Megabyte) Da die Audit-Dateien in ihrer Größe schnell anwachsen können, sollte der Wert nicht zu niedrig gewählt werden.

Sollten sich die in der Tabelle genannten Parameter noch nicht in der Profilparameterliste befinden, dann fügen Sie diese über die “Parameter”-Schaltfläche (anlegen) in die Liste ein. Je nach Anforderung und Anzahl der zu überwachenden Benutzer ist möglicherweise eine Anpassung der genannten Empfehlungswerte erforderlich.

Abbildung 2: Anzeige der geänderten Profilparameter

Abbildung 2: Anzeige der geänderten Profilparameter

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Einrichtung der Filterkriterien

Transaktion: SM19

Schritt 2: Bevor das SAP Security Audit Log nun einsatzbereit ist, müssen Sie noch die gewünschten Filterkriterien einrichten und die entsprechenden Filter aktivieren. Sowohl die Audit-Klassen als auch die zu überwachenden Ereignisse wählen Sie frei aus und legen damit selbst fest, wie umfassend das System die Aktivitäten des Benutzers im SAP-System überwacht.

Abbildung 3: Einrichtung der Filterkriterien

Abbildung 3: Einrichtung der Filterkriterien

Sollten Sie den Profilparameter “rsau/user_selection” auf den Wert “1” gesetzt haben, dann haben Sie die Möglichkeit Wildcards (“*”) in dem Benutzername-Textfeld zu verwenden. Wie in dem unten dargestellten Screenshot ist so möglich, über einen Filter mit dem Benutzernamen “BENUTZER_*” sowohl den BENUTZER_A als auch den BENUTZER_B zu überwachen.

Abbildung 4: Einrichtung der Filterkriterien mit Wildcards

Abbildung 4: Einrichtung der Filterkriterien mit Wildcards

Nachdem Sie auf die Schaltfläche „Speichern“ geklickt haben, fragt das System, ob es die eingerichteten Filter-Konfigurationen auf alle Server verteilen soll. Bestätigen Sie die Abfrage mit „Ja“, wenn alle Server dieselbe Konfiguration verwenden sollen.

Abbildung 5: Sicherheitsabfrage zur Verteilung der Filterkonfiguration

Abbildung 5: Sicherheitsabfrage zur Verteilung der Filterkonfiguration

Zuletzt ist es ggf. noch erforderlich, über die im unten dargestellten Screenshot markierte Schaltfläche das SAP Security Audit Log zu aktivieren.

Abbildung 6: Aktivierung des SAP Security Audit Log

Abbildung 6: Aktivierung des SAP Security Audit Log

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Auswertung der Log-Dateien

Transaktion: SM20

Schritt 3: Nachdem Sie nun die oben beschriebenen Schritte durchgeführt haben ist das SAP Security Audit Log einsatzbereit. Entsprechend den von Ihnen konfigurierten Filterkriterien werden die Benutzer wie gewünscht überwacht. Möchten Sie nun die Log-Daten auswerten, rufen Sie die Transaktion SM20 aus. Dort haben Sie die Möglichkeit eine zeitliche Eingrenzung der Auswertung vorzunehmen. Des Weiteren können Sie die Ergebnisse nach verschiedenen weiteren Kriterien filtern. Wenn Sie die gewünschten Einstellungen für die Auswertung vorgenommen haben, können Sie das AuditLog über die Schaltfläche “AuditLog neu lesen” auslesen.

Abbildung 7: Eingrenzung der Log-Daten in der SM20

Abbildung 7: Eingrenzung der Log-Daten in der SM20

Anschließend zeigt Ihnen das System die Log-Daten detailliert an.

Abbildung 8: Ergebnis der Log-Auswertung

Abbildung 8: Ergebnis der Log-Auswertung

Dieser Artikel erschien bereits im März 2019. Der Artikel wurde am 23.07.2026 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.

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