Tobias Harmes
16. Februar 2023

Risk Management

4 | #Informationssicherheit
Cyber Risk Management

Ob Krisensituationen oder Cyber-Bedrohungen – Unternehmen müssen sich mit unterschiedlichsten Risiken auseinandersetzten. Wie das Risk Management die Geschäftsrisiken minimieren kann, erfahren Sie hier.

Was ist Risk Management?

Geschäftsrisiken – Ein Begriff, mit dem sich fast alle Unternehmen auseinandersetzten, müssen. Hinzu kommen die Krisenzeiten. Die Corona-Pandemie oder auch der Ukraine-Krieg haben Lieferengpässe, Betriebsunterbrechungen und Umsatzausfälle zur Folge.

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Besonders zu diesen Zeiten ist ein ausgebautes Risiko Management von großer Bedeutung. Wertschöpfungsketten und die damit verbunden Prozesse sollen ständig und ohne Unterbrechung ablaufen. Um dieses zu gewährleisten, müssen wirtschaftliche Veränderungen und die daraus resultierenden Risiken rechtzeitig erkannt werden.

Das Risiko Management soll hier Abhilfe schaffen. Der Prozess beinhaltet die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken für den Geschäftsbetrieb eines Unternehmens. Es unterstützt Unternehmen bei der Identifikation von operativen, rechtlichen und prozessualen Risiken und vermindert diese durch vorbeugende Maßnahmen. Mögliche Gefahren können zum Beispiel Markt-, Ausfall- und Compliance-Risiken sein.

Cyber Risk Management

Neben Krisenzeiten müssen Unternehmen sich zusätzlich mit den stetig steigenden Cyber-Bedrohungen auseinander setzten. Hacker werden immer raffinierter und ernsthafte Bedrohungen immer schwerer zu erkennen. Cyber-Risiken liegen heute auf Platz zwei der Unternehmensrisiken und werden in den kommenden Jahren wohl noch stärker zunehmen. Um auf die ständig wachsenden Herausforderungen reagieren zu können, sollten Unternehmen eine Cyber Risk Management Strategie entwickeln, die dem Ansatz „Cyber Everywhere“ folgt.

Cyber Risk Management gehört zu den zentralen Aufgaben des CISO oder IT-Sicherheitsbeauftragten und bildet die Basis für eine Cyber-Security-Strategie. Die Cyber-Sicherheit umfasst alle Aspekte der Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnik. Umgesetzt wird die Strategie in den Security Operations.

Wofür braucht man Cyber Risk Management?

Um Cyber-Schwachstellen zu reduzieren ist eine ausgearbeitete Cyber-Strategie mit einem umfassendes Risiko Management Voraussetzung. Das Risiko Management erfasst potentielle Gefahren und gewichtet diese. Auf die Einschätzung folgt das Erstellen von Risikominimierungsplänen und die Strategieentwicklung für eine interne sowie externe Risikokommunikation. Weit verbreitete Bedrohungen, welche durch ein Cyber Risk Management umgangen werden sollen, sind beispielsweise Malwares, Ransomwares, die Schwachstelle Mensch oder auch Lücken in der Endpunktsicherheit.

Wie wird Risk Management angewendet?

Das Risiko Management teilt sich in vier Phasen:

  • Identifikation
  • Analyse
  • Steuerung
  • Kontrolle

Im ersten Schritt sind die möglichen Risiken zu identifizieren, um ein Überblick über die Gesamtlage zu generieren. Häufig auftretende Risiken sind Betrug, Phishing und SPAM. Ebenfalls sollten Naturkatastrophen, Systemausfälle und menschliches Versagen bei der Identifikationsphase nicht außer Acht gelassen werden. Identifizierte Risiken sollten in einem Risikoraster vermerkt werden.

Im zweiten Schritt werden Einzelrisiken aus verschiedenen Risikofeldern analysiert. Sobald der IST-Zustand der Risiken erfasst wurde, wird die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die quantitativen Auswirkungen für das Unternehmen ermittelt. Mit Hilfe einer Chancen-Risiken-Matrix, in welcher die Eintrittswahrscheinlichkeit dem potenziellen Schadensausmaß gegenübergestellt wird, lassen sich Risiken bewerten. Auch quantitative Bewertungen können anhand der Szenarioanalyse oder eines Worst-Case-Szenario getroffen werden.

In der Steuerungsphase können verschiedene Ansätze genutzt werden, um die Risken zu steuern. Die Phase setzt da an, wo die Analysephase aufhört. Auf Basis der Entscheidungen hinsichtlich der Priorisierung von Risiken und durchzuführenden Sicherheitsinvestitionen existieren verschiedene Systeme, welche die Steuerung übernehmen können. Hierzu gehören zum Beispiel das Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS), ein Security Operations Center (SOC) oder ein Security Information and Event Management (SIEM).

Die Kontrollphase schließt den Ablauf des Cyber Risk Management ab. Die in der Steuerungsphase implementierten Maßnahmen werden hier bezüglich ihrer Wirksamkeit kontrolliert. Zudem werden Veränderungen überwacht, um Prozesse bei Bedarf anpassen zu können.

Was bedeutet Risk Management in der Praxis?

Bisher konnten Sie einen Einblick in die Theorie des Risiko Managements erhalten, aber wie wird das in der Praxis konkret umgesetzt?

Zuerst werden die Mitarbeiter, welche mit dem Risiko Management beauftragt sind, die Ziele grob festlegen. Danach wird überlegt, welche Zwischenfälle und somit Risiken den Zielen im Weg stehen können. Für die eventuell eintretenden Zwischenfälle werden mögliche Gründe ausgearbeitet. Im weiteren Verlauf gilt es, mögliche Folgen der Risiken zu identifizieren und mit Gegenmaßnahmen zu bekämpfen.

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Wichtig bei diesem Prozess ist es, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Risiken realistisch einzuschätzen. Die Bewertung der Risiken kann daraufhin in die drei Kategorien – gering, mittel, hoch – unterteilt werden. Für Risiken mit einer geringen Wahrscheinlichkeit muss nicht zwangsläufig ein Plan B ausgearbeitet werden. Für die Risiken in den Kategorien mittel und hoch sollten entsprechende Maßnahmen getroffen werden.

Fazit

Das (Cyber) Risk Management bietet für Unternehmen eine große Unterstützung, vor allem im Bereich der Cyber Sicherheit. Durch die stetig steigende Gefahr der Cyberbedrohungen nimmt das Risk Management einen immer höher werdenden Stellenwert ein. Es reduziert Cyber-Schwachstellen, indem es potentielle Gefahren identifiziert und entsprechend gewichtet. Daraufhin werden Minimierungspläne erstellt und eine Risikokommunikationsstrategie entwickelt. Es reduziert beispielsweise die Schwachstelle Mensch und weitere Cyber Bedrohungen.

Für alle, die ihre Cyber-Schwachstellen reduzieren wollen, schafft das Cyber Risk Management Abhilfe.

FAQs

Was ist ein Cyber Risk Management?

Das Cyber Risk Management bildet die Basis für eine Cyber-Security-Strategie. Der Prozess beinhaltet die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken für den Geschäftsbetrieb eines Unternehmens. Es unterstützt Unternehmen bei der Identifikation von operativen, rechtlichen und prozessualen Risiken und vermindert diese durch vorbeugende Maßnahmen.

Wie funktioniert das Cyber Risk Management?

Das Cyber Risk Management durchläuft einen Prozess mit vier Phasen. In der ersten Phase werden alle Risiken identifiziert. Im zweiten Schritt werden Einzelrisiken auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihre quantitativen Auswirkungen analysiert. In der Steuerungsphase werden die Risiken nach einem ausgewählten Ansatz gesteuert. In der Kontrollphase werden die angewandten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit kontrolliert.

Sollten Sie Hilfe bei der Entwicklung einer geeigneten Cyber Risk Management Strategie benötigen oder weitere Fragen haben, dann helfen wir gerne weiter. Schreiben Sie uns eine Mail an info@rz10.de oder stellen Sie uns eine unverbindliche Anfrage: Anfrage stellen.


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