DSAG Thementag SAP Solution Manager in Würzburg – Technik, die begeistert

Vom 30.01. bis 31.01.2012 fanden dieses Jahr wieder der DSAG Thementage SAP Solution Manager in Würzburg statt. Auch wir von der mindsquare GmbH waren durch mich und meinen Kollegen Andre Tenbuß auf besagter Veranstaltung vertreten. Die Themen ließen sich in diesem Jahr grob in zwei Kategorien einteilen. Zum einen wurden Erfahrungen mit dem SAP Solution Manager 7.1 ausgetauscht, die seit dessen Release im letzten Jahr in den Unternehmen gesammelt werden konnten und zum anderen wurden Neuerungen rund um den SAP Solution Manager 7.1 vorgestellt, die unter anderem mit dem Release des EHP 5 in der ersten Jahreshälfte einhergehen sollen. Die Auswertung der Erfahrungsberichte können sie dem Blogbeitrag meines Kollegen Andre Tenbuß entnehmen.

 

Im ersten Beitrag wurde die “Reverse Business Process Documentation” thematisiert. Dabei handelt es sich um eine Technik zur Steigerung der Qualität und Aktualität dokumentierter Geschäftsprozesse nach ihrem Go-Live. Als Ergebnis liegt eine konsolidierte, zentrale Dokumentation dezentraler Geschäftsprozesse im SAP Solution Manager vor. Zur Kontrolle stellt die SAP mit dem integrierten Tool “SAP Solution Documentation Assistant” ein Werkzeug bereit, um den dokumentierten Geschäftsprozess gegen seine Dokumentation zu prüfen und ggf. die Dokumentation bzw. den Geschäftsprozess entsprechend den Abweichungen anzupassen. Hierbei können nicht nur SAP Objekte, sondern auch kundeneigene Objekte dokumentiert werden. Der Analyse-Content (RBPD-Content) wird von der IBIS erstellt und von der SAP AG den Kunden frei zur Verfügung gestellt (SAP Hinweis: 1591505). Link: http://service.sap.com/rbpd

Auch im Bereich der funktionalen Tests mit dem Solution Manager hat sich etwas getan. Über das “Test Automation Framework” können nun auch 3rd-Party-Test Automation Tools angeschlossen werden. Die SAP stellt dabei jeweils zwei Lizenzen für HP Quick Test Professional 11 für Kunden mit Enterprise-Support PSLE oder Max Attention kostenlos zur Verfügung. Mit HPQTP erstellte Testfälle sind sowohl für SAP-, als auch für non-SAP-Systeme gültig. Des Weiteren ist nun auch ein Test-Status und Reporting verfügbar. Damit verbunden ist nun auch die Möglichkeit defekte Testfälle durch eine zentrale Umgebung zu reparieren. Link: http://service.sap.com/testing

Der Vortrag “Business Process Monitoring & Analytics” ging auf Verbesserungen der Auswertungsfunktionalitäten im Business Process Monitoring ein. Dabei handelt es sich um erweiterte Benchmarking-Funktionen, wie zum Beispiel das neue “Werte-Benchmarking”, und weitere Selektionsvarianten/-favoriten für definierte Benutzergruppen. Auch im Bereich der Benutzerführung hat man das System weiterentwickelt. Es ist nun auch möglich über Vorwärtsnavigation von den Dashboards zu Analytics  und von den Alert E-Mails direkt ins Backend-System zu navigieren. Link: http://service.sap.com/bpm 

Den Großteil der Neuerungen im SAP Solution Manager beziehen sich jedoch auf die Bereiche IT Service und Maintenance Management. Neben neuen (BW-) Reports und vorkonfigurierten Rollen, wird mit dem EHP 5 das IT Service Request Management im IT Service Management integriert. Darüber hinaus wird es eine Integration mit dem IT Infrastructure Management geben. In diesem Zusammenhang wird eine Auto-Discovery-Funktion von Netzwerkkomponenten eingeführt.

Dem Incident Management werden weitere Integrationspunkte spendiert, so dass Tickets an verschiedenen Stellen im System erstellt werden können. Diese Tickets können alle in ein sogenanntes “Problem” umgewandelt werden. Dies ist eine Struktur in der mehrere Meldungen kategorisiert zusammengefasst werden können. Zusätzlich können aus Tickets über das “Follow up”-Prinzip weitere Meldungen erzeugt werden und direkt an den SAP Global Support weitergeleitet werden .

Wie schon beim Incident Management wurde auch beim Change Request Management die Integration erweitert. Neu dazugekommen ist die Integration im Quality Gate Management und dem Test Management.

Mit dem Maintenance Management des Solution Managers können Empfehlungen für Hinweise eingeholt werden, die in dem vorhandenen System eingespielt werden sollten. Dabei wird das ausgewählte System auf zuvor festgelegte Kategorien geprüft und als Ergebnis erhält man eine Liste mit den entsprechenden Hinweisen. Die Überprüfung kann dabei als Job im Hintergrund laufen. Aus den Ergebnislisten können direkt Change Requests angelegt und mit EHP 5 können die Hinweise direkt in die SNOTES eingetragen werden. Link: http://service.sap.com/alm

Insgesamt wurden viele neue Funktionen vorgestellt bzw. vorhandene Funktionalität erweitert.  Es bleibt aber abzuwarten, ob wirklich alle Neuerungen in dem kommenden EHP 5 enthalten sind oder doch erst mit dem EHP 6 in der zweiten Jahreshälfte Einzug in den Solution Manager finden. Spannend bleibt auch die Frage inwieweit das Kundenfeedback zur aktuellen Releaseversion des Solution Managers noch Einfluss auf das kommende EHP haben wird.

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DSAG-Thementag SAP Solution Manager in Würzburg

Ich habe diese Woche an dem DSAG Thementag SAP Solution Manager in Würzburg teilgenommen. Am 31.01. und 01.02. gab es auf der Festung Marienberg einen wahren Präsentationsmarathon. Alles stand natürlich im Zeichen des kommenden SAP Solution Manager 7.1. Was nehme ich mit aus der zweitägigen Veranstaltung?

Der Ramp-Up für den Solution Manager 7.1 geht schon im April 2011 los – und ist schon voll belegt noch bevor man die Möglichkeit hatte, Bewerbungs-Formulare auszufüllen. Immerhin soll es schon Anfang August 2011 dann für alle verfügbar sein.

Die Implementierung von Enhancement Packages (EHPs) soll mit dem Solution Manager 7.1 einfacher werden. Mit dem Switch Framework soll man die Möglichkeit bekommen, besser EHPs einzuspielen, ohne gleich alle neuen Business Functions zu aktivieren. Möchte man es doch tun, werden Querbeziehungen aufgelöst und können über die Solman-Werkzeuge projektmäßig abgearbeitet werden. Allerdings wurde später auch darauf hingewiesen, dass man beim Einspielen von EHPs a) Änderungen hat, die man nicht zurücknehmen kann und b) die Systeme mit vielen Objekt-Änderungen belastet, die auch bei nicht Benutzung später ggf. dazu führen, dass man für diese ungenutzten Funktionen Wartungsaktivitäten durchführen muss. Eine Sandbox bleibt also Pflicht.

Zum Thema Organisation und Durchführung Funktionaler Tests mit dem Solution Manager wurde mit dem Workcenter Testmanagement und dem Test Automation Framework das Management von Tests für Business Prozesse gezeigt. Die gezeigten Testworkflows haben zudem den Charme, dass die auch für den Endanwender ohne großen Schulungsaufwand bedienbar bleiben. Die damit verbesserte Akzeptanz der bei Einspielen von EHPs oder Support Packages notwendigen Regressionstests erhöht damit die Testabdeckung und Qualität. Link: http://service.sap.com/testing

Der Vortrag “Change Control with Quality Gates” ging auf Verbesserungen im Change Management Workcenter ein. Beim Einsatz des Quality Gate Managements können Quality Gates in den Transportweg zwischen die verschiedenen Systeme einer Systemlinie gesetzt werden. Diese agieren ähnlich einer Sicherheitsschleuse und blockieren Importe solange sie nicht durch Freigaben z.B. nach 4-Augen-Prinzip geöffnet werden. Dies soll die Transparenz bei Changes verbessern und ein Transport Tracking z.B. mit Excel vermeiden, ist aber vermutlich eher für größere Transportvolumen interessant. Immerhin gab es hier eine der wenigen Live-Demos. Schwächen gibt es hier noch in der Abwicklung von Urgent Changes, da dafür die Gates “mal eben kurz” geöffnet und geschlossen werden müssen.

Während sich das Business Process Monitoring (BPM) eher auf kontinuierlich vom Solution Manager gesammelte Daten aus Technik und Applikation stützt, geht die SAP mit Business Process Analysis (BPA) hin und prüft z.B. über alle Organisationseinheiten hinweg, warum sich ein Backlog aufgebaut hat. Vergleichbar soll das dann sein mit einem Early Watch Alert. Enterprise Support natürlich vorausgesetzt… Link: http://service.sap.com/bpm

Die Unterstützung beim Einspielen von Support Packages und EHPs soll sich verbessern. Neben MOPZ und Notes Assistent sollen die System Recommendations helfen, wirklich notwendige Hinweise zu identifizieren, gegliedert nach Sicherheit, Performance, etc. Der Upgrade Dependency Analyzer soll ab SolMan 7.1 auch integriert sein. Damit können hoffentlich gleich aus vorhandenen Systeminformationen Abhängigkeiten aufgelöst werden, damit ein Upgrade auf einem System nicht einen übergreifenden Prozess aus den Angeln hebt. Link: http://service.sap.com/uda

Insgesamt bin ich sehr gespannt auf den neuen Solution Manager 7.1. Mal schauen, wie viele neue bzw. ergänzte Funktionen es dann wirklich in das erste Release schaffen…