SAP Solution Manager

E-Book SAP Solution Manager

Der SAP Solution Manager bietet Unternehmen eine Reihe von Werkzeugen, Inhalten und Services. Deren Hauptfunktion ist es, die Unternehmensapplikationen zu unterstützen. Der SAP Solution Manager verschiebt dabei den Fokus auf die Einbeziehung aller Geschäftsprozesse und somit weg von der reinen IT-Sichtweise. Trotz der umfangreichen Funktionen des SAP Solution Managers kennen viele Unternehmen das Potential dieser mittlerweile ausgereiften Software nicht.

Inhalt

SAP Solution Manager – Vorteile und Funktionen

Bei der Entwicklung des Solution Managers wurde besonders der Wunsch berücksichtigt, mehrere SAP-Systeme durch ein zentrales Anwendungsmanagement miteinander zu verbinden. Aufgrund seiner leistungsfähigen Monitoring- und Reporting-Funktionalitäten ist es möglich, den Betriebsaufwand in der SAP Landschaft enorm zu senken. Dadurch kann viel Zeit sowie Geld gespart und können mehr Ressourcen für die unternehmensrelevanten Themen geschaffen werden.

Vorteile

Durch den modularen Aufbau ist der Solution Manager sehr flexibel und kann somit an die individuellen Bedürfnisse von Unternehmen angepasst werden. Auf diese Weise ist der Solution Manager fähig, mehr als nur die vorhandene SAP Basis zu unterstützen. Der größte Nutzen des SAP Solution Managers liegt in der Basis- und Projektarbeit in SAP-Systemumgebungen.

Die Vorteile auf einen Blick

  • Vereinfachte Basis- und Projektarbeit in der SAP Landschaft
  • Zeit- und Kostenersparnis
  • Flexibilität durch modularen Aufbau
  • Produktives und effizientes Arbeiten

Funktionen

Für das zentrale Anwendungsmanagement der SAP-Systemlandschaft sind im Solution Manager die sogenannten Workcenter verantwortlich. Dabei bildet jedes einzelne Workcenter Rollen ab oder stellt spezifische Aufgabenblöcke fertig. Alle Workcenter decken gemeinsam das gesamte Anwendungsmanagement ab.

Das Anwendungsmanagement gliedert sich wiederum in einzelne Abschnitte. Die Abschnitte des „Design“ sowie „Build & Test“ reichen von der Implementierung bis zum Test einer neuen Lösung. Der „Change Management Workcenter“ unterstützt den Abschnitt des „Deploy“. Bei diesem Phasenmodell liegt der Schwerpunkt in der operativen Phase. Die „SAP Services Delivery“ bestimmt die Optimierungsphase. Die Workcenter helfen auf diese Weise beim Upgrade und ebenso bei der Dokumentation einer Lösung.

  • Change Management

Der Maintenance Optimizer (MOPZ) beschleunigt und verbessert das Vorbereiten und Durchführen von Updates und Upgrades. Das Einspielen von Support Packages kann leichter und sicherer mit dem Maintenance Optimizer und den von SAP bereitgestellten Upgrade Inhalten durchgeführt werden.

  • Technical Operations

Das völlig neu konzipierte Technical Monitoring lässt die Nachteile der CCMS durch eine völlig neue Architektur hinter sich. Die schon im Standard ausgelieferten Monitoring und Reporting-Funktionalitäten ermöglichen einen schnellen und effektiven Einstieg in eine für den täglichen Betrieb geeignete Überwachung und der Auswertung von Key Performance Indikatoren.

  • ServiceDesk: Incident Management und Ursachenanalyse (Root Cause Analysis, RCA)

Der Solution Manager ist das ITIL-Tool für SAP Umgebungen. Durch die hohe Integration in die SAP Umgebung gibt es keinen Medienbruch beim Öffnen eines Tickets. Der Anwender kann direkt aus dem SAP heraus ein Ticket erstellen, das dann vom Service Desk bzw. dem 2nd-Level-Support mit den relevanten Ticket-Daten des Ursprungssystems verarbeitet werden kann. Durch den Einsatz der Ursachenanalyse kann mit wenigen Klicks z.B. festgestellt werden, welche Änderungen in den letzten zwei Tagen in das System eingespielt worden sind. Damit können Ursachen für Störungen schneller identifiziert und behoben werden.

  • Change Control Management mit Change Request Management und erweiterter Transportsteuerung (CTS+)

Mithilfe des Solution Managers können alle SAP Changes mit nativer Systemunterstützung verwaltet werden, auch Mehrlinien-Systeme und die Einbindung von Non-SAP-Systemen in die Transportlandschaft ist notwendig.

  • Test Management

Der Solution Manager unterstützt das automatisierte Testen und Tracken der Freigabe von Systemänderungen mit Workflows zur Einbindung von Key Usern. Es können vollautomatische Regressionstests durchgeführt werden, um Schnittstellen und Komponenten zu testen. Die gesammelten Projektdaten können für die Planung zukünftiger Änderungen und zum Nachweis gegenüber der Revision dienen. Die Funktionalitäten des Business Process Change Analyzers (BPCA) helfen dabei, den Test Scope sinnvoll zu reduzieren, ohne kritische Geschäftsprozesse zu gefährden.

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SAP Solution Manager 7.2 – Upgrade und Besonderheiten

SAP stellt Ende 2017 die Wartung für den SAP Solution Manager 7.1 ein. Spätestens ab dann ist es für Unternehmen zwingend notwendig, auf den Solution Manager 7.2 umzusteigen. Das Upgrade ist dabei nicht so kompliziert wie vielleicht gedacht, sondern gestaltet sich recht einfach und reibungslos. Lediglich eine Neuinstallation des Solution Managers erfordert Expertenwissen.

Upgrade

Der neue SAP Solution Manager 7.2 ist die unumwundene Antwort auf die Anfragen vieler Kunden. Dabei wurde noch mehr darauf geachtet, weiter in Richtung der vollständigen Einbeziehung aller Geschäftsprozesse zu gelangen. So steht die IT-Sichtweise nicht mehr im alleinigen Fokus, spielt aber dennoch eine Rolle.

Die wichtigen Daten sollen dabei vollständig im SAP Solution Manager liegen. Die diversen Ansichten wie die funktionale und End-To-End Sicht helfen beim Zugriff auf die relevanten Teile der Geschäftsprozesse. Aufgrund der offen gestalteten Schnittstellen ist es möglich, die Daten auch für andere Modellierungstools zugänglich zu machen.

Der Solution Manager 7.2 unterstützt neue SAP Technologien wie SAP HANA und die SAP Cloud. Dabei bietet der Solution Manager sowohl Lösungen vor Ort beim Kund an, als auch Cloud-Lösungen und Hybridszenarien sowie Migrationen zwischen diesen Szenarien.

Besonderheiten

Die erwähnenswertesten Neuerungen im SAP Solution Manager 7.2  sind die im PowerDesigner, Lösungsdokumentation und in den Managementsystemen.

Im Solution Manager 7.2 ist eine komplett neue Oberfläche zur grafischen Modellierung von Geschäftsprozessen vorhanden. Diese Oberfläche basiert auf dem PowerDesigner, den SAP im Rahmen der Sybase Übernahme erhalten hat. Dies erleichtert besonders die Dokumentation der Geschäftsprozesse. Zudem hat SAP das Diagnose und Analyse Framework erweitert.

In den Lösungsdokumentationen entfällt die bisherige Aufteilung in Wartungs-, Einführungs- sowie Upgradeprojekt sowie Vorlage und Lösung. Dadurch wird im neuen Solution Manager die Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit um ein Vielfaches gesteigert. In der aktuellen Version greifen alle IT Prozesse auf die Lösungsdokumentation zu. Ebenso ist es möglich, in Form von Lebenszyklen Änderungen in verschiedenen Kontexten durchzuführen (Maintenance, Development, Branch) und diese anschließend zu konsolidieren (Production Branch).

Im Bereich der Managementsysteme hat auch das Testmanagement eine Überarbeitung erfahren. Dieses wurde voll in die neue Lösungsdokumentation integriert. Im Bereich des IT Service Managements ist nun eine völlig überarbeitete Oberfläche mit übersichtlicher grafischer Darstellung vorhanden. Auch der Maintenance Optimizier (MOPZ) wurde im Zuge der Umstellung komplett überarbeitet und durch seinen Nachfolger Maintenance Planner ersetzt.

Die wohl beste Nachricht: Der neue Solution Manager kann SAP HANA nutzen. Dabei ist keine weitere Lizenz für die Nutzung von HANA notwenden. Zudem ist der Solution Manager 7.2 für den Betrieb im SAP System mit einer privaten oder öffentlichen Cloud vorbereitet. Besonders in Hybridlandschaften sorgt der Solution Manager für einen reibungslosen Ablauf. Auf diese Weise ist es möglich Cloudlandschaften auch in überarbeiteten LMDB anzulegen und zu verwalten. Alle Systeme können dann unabhängig von ihrem physikalischen Standort überwacht werden.

Fazit und Ausblick zum SAP Solution Manager

Viele Unternehmen kennen den Nutzen des SAP Solution Managers zu wenig und lassen dadurch viele Vorteile ungenutzt. Dabei ist das Anwendungsspektrum durch seinen modularen Aufbau vielfältig und im Aufbau flexibel.

Mit dem neuen Upgrade auf dem SAP Solution Manager 7.2 bietet SAP eine grafisch ansprechend aufbereitete und vor allem benutzerfreundlichere Anwendung. Dabei ist die Applikation nicht mehr nur auf den klassischen Basis Betrieb beschränkt, sondern bezieht sämtliche Geschäftsprozesse mit ein. Auch in Zukunft ist mit einer kontinuierlichen Optimierung und Erweiterung des SAP Solution Managers zu rechnen.

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